Gegendarstellung: Ein Leben ohne Minirock

Ein bemerkenswerter Artikel zum Thema Rollenbilder und Feminismus von der Journalistin, Bloggerin und Aktivistin Regine Beyß!
Inhaltlich auch mich als Mann sehr nachdenklich stimmend und auch durch die echte, ehrliche, authentische (ach, kein Ausdruck trifft es gerade genau, aber alle ein Stück weit) Schreibe großartig. Super!

Rollenbilder… Ein großes und wichtiges Thema.
Aus meiner Feder dazu:

Väter/Vorbilder:
https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2014/12/09/citizenfour-auf-der-suche-nach-vorbildern/

Optimierungswahn:
https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2014/06/22/superman-superwoman-superchild/

Züchtung Selbstbild:
https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2015/02/13/nicht-nur-die-revolution-frisst-ihre-kinder/

Das Mädchen im Park

Jahrelang hatte ich mit Feminismus nicht viel am Hut. Warum auch? Ich hatte nie das Gefühl, irgendwelche Probleme zu haben, nur weil ich als „Mädchen“ auf die Welt gekommen bin. Und dank der Frauenbewegung im 20. Jahrhundert kann ich ein ganz anderes Leben als meine Mutter oder gar meine Oma. Was also gibt es für mich noch zu tun? Es ist doch schon alles gut, oder?

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Helden, Helfer und Mentoren: Wie kann die Soziale Arbeit Storytelling für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen?

Danke an Tim Bohlen und Rebecca Sommer für dieses kurzweilige Interview zu einem spannenden Thema! :-)

Ich hatte vor Jahren als Mitinhaber der Kreativagentur Lesefutter viel mit der Materie Storytelling zu tun und hab auch die Erfahrung gemacht, dass Storytelling Menschen erreicht, besser und sympathischer erreicht, als es Infos tun, die ohne narrative Elemente vermittelt werden.

Und auch im Coaching taucht das Thema Erzählen auf:
Einerseits als Problem (welche immer wiederkehrenden Geschichten – oft hinderlich – erzählen wir uns über unser Leben selbst? Mit welchen Stories halten wir uns selbst klein?), aber auch als Ziel, als Vision (Wo wollen wir hin? Was können wir uns ausmalen und erzählen, um so weiterzugehen, wie wir es uns wünschen?) und schließlich auch als Ressource (Das Entwickeln von Geschichten lässt uns fühlen, dass es mehr als eine Sichtweise, oft auch mehr als einen Weg (zum Ziel) gibt und strukturiert unser Vorwärtsgehen).

Zum Thema Helden hab ich 2013 gebloggt. Hier zu lesen:
https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2013/08/03/von-echten-heldinnen-und-wahren-helden/

Noch was: Förderliche Heldengeschichten einerseits, inflationäre Selbstbilder andererseits… besser auseinanderhalten:
https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2014/06/22/superman-superwoman-superchild/

(rso).

Tim A. Bohlen ist professioneller Geschichtenerzähler. Auf seinem Blog bohlen.me hat er „Die 95 Thesen des Storytelling“ versammelt. Im Interview erklärt er, wie Soziale Arbeit diese Methode einsetzen kann und welche Rollen Klienten, Sozialarbeitende, Ehrenamtliche und Spender einnehmen können.

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Druckwalze locker? Noch alle Kameras im Schrank? -Was wären Massenmedien ohne die Psychos

Angesichts des dümmlichen Leipziger Tatort gestern abend reblogge ich einen Artikel, den ich im Sommer 2013 gebloggt habe.
Immerhin war der Tatort gestern so absurd, dass meine im Artikel enthaltene Kritik auf die gestrige Groteske nicht 100%ig zutrifft, wie sie es leider in den letzten Jahren sehr oft tut.
Groteske… das kann im küstlerischen Bereich ja auch eine Würdigung sein… hm, dafür fehlt mir gerade die Stimmung, zugegeben. Nun, besser eine überhapt nicht ernst zu nehmende Groteske als eine weitere Stigmatisierung einer bestimmten Gruppe von Menschen, die ohnehin schon stigmatisiert sind.

Wünschen. Wollen. Tun.

In den letzten 3 Wochen – Urlaub, dennoch mit einigen anderen Tätigkeiten angefüllt – hatte ich 2 Erlebnisse, in deren Mittelpunkt sogenanntes abnormes Verhalten steht:

Im open air Kino sah ich den Film „Hannah Ahrendt„, der durch die faszinierende Antizipation des Eichmann-Prozesses durch Hannah Arendt deutlich zu machen versucht, dass jemand, der den Tod von Tausenden, Millionen Menschen zu verantworten hat, keineswegs als Kranker, als Psychopath daher kommen muss.

Und andererseits einen Artikel („Irre erfolgreich“) in der von mir sehr geschätzten ZEIT, der mich sehr verärgert hat.
Ich lasse gern dahin gestellt, dass möglicherweise manche erfolgreichen Menschen eine Psycho-Schramme haben. Das mag sogar so sein, dass der Anteil von Psychopathen in diesen Gruppen höher ist als im Bevölkerungsdurchschnitt oder auch nicht, genervt hat mich etwas anderes. Nämlich, dass dieser Artikel, wie in Massenmedien sehr oft, sich recht sorglos der scheinbaren Abartigkeit von Kranken bedient.

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#Gedankenblitz: Organisierte Unverantwortlichkeit

Wahre Worte, lieber Thomas Michl.
Bedauerlich, dass Verantwortung zu übernehmen kaum Kultur hat.
Das geht ja in vielen (in allen?) Lebensbereichen so.
Und es gibt jede Menge erwachsene Menschen (auch unter den Machern), die sich ganz schwer tun, Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen.
In zwischenmenschlichen Beziehungen z.B. zu sehen: Oft genug sind meist die anderen Menschen Schuld daran, wenn es einem schlecht geht… die eigenen Anteile an einer als negativ wahrgenommenen Entwicklung werden mitunter erstaunlich naiv negiert.
Oder das eigene Handeln.
Was Ökologie und Wachstumsideen betrifft, handelt der überwiegende Teil der Bevölkerung und der Entscheider vollkommen so, als gebe es keine Verantwortung, die auf einen selbst entfällt.
Methoden zu einer verantwortungsbewussten Kommunikation sind weitgehend unbekannt.
Und wenn es darum geht, Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse zu übernehmen… schauen wie die Kuh, wenn’s donnert…

Ich befürchte, dass sich kaum etwas an diesem Mangel ändern wird, wenn nicht eine breitere Allgemeinbildung in psychologischen Basics, in Reflektion und Verstehen, in Verantwortung und Kommunikation entsteht. Hier einige Gedanken zu diesem sehr dringenden Anliegen:
https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2015/03/28/hassunproblemoderwatt-wir-brauchen-eine-allgemeinbildung-in-psychologie/

Thomas Michl hat dazu einen spannenden Artikel über die Scheinrationalität des Homo oeconomicus gebloggt, den ich hier neulich rebloggt habe: https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2015/02/26/uber-die-scheinrationalitat-des-homo-oeconomicus/

Auch Vorbilder fehlen uns oft, Vorbilder für ein Leben, in dem Verantwortung nicht vor der eigenen Haustür aufhört:
https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2014/12/09/citizenfour-auf-der-suche-nach-vorbildern/

Entscheidungen treffen kann schief gehen, ja. Aber Verantwortung zu tragen heißt eben manchmal auch, Entscheidungen zu treffen und ggf. Fehler zu machen. Ist so. Hier mehr zum Thema Entscheidungen:
https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2015/02/03/entscheide-dich/

Toms Gedankenblog

Als Max Weber vor gut 100 Jahren aufgrund von empirischen Beobachtungen das Bürokratie-Modell als Grundmodell der moderner Organisationen entwickelt hat, hatte ihn schon eine gewisse Ahnung erkennen lassen, dass bürokratische Organisationen zwar effektiv und effizient sein können – aber auch genauso in Ineffektivität und Ineffizienz abgleiten, wenn die Werkzeuge der bürokratischen Organisation zum Selbstzweck werden und adäquate Führung fehlt.  Wie recht er damit hatte, dass dürfen wir täglich in unserem Alltag erleben. Einer dieser Aspekte, der mich regelmäßig an meinem Verstand zweifeln lässt, ist die organisierte Unverantwortlichkeit.

Alles, aber auch alles scheint auf den ersten Blick durch Prozesse, Ablaufbeschreibungen, Aufgabendefinitionen festgelegt und definiert zu sein … ist es aber nicht und kann es auch nicht. Das wusste man übrigens schon zu Max Webers Zeiten – was einige Kritiker seines Modell gerne vergesse oder verschweigen – aber das ist ein anderes Thema. Aber gerade das ist das Problem – es ist eben nicht alles…

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Sawaki: es muss in der besten Weise so sein, wie es ist

Ohne zu Schmunzeln hat die ganze Woche keinen Sinn gehabt.
;-)
Und Zen-Geschichten sind für mich oft eine Gelegenheit zu schmunzeln und etwas mitzunehmen für den Alltag.
Die augenzwinkernden Kommentare vom Blogger Nitya ebenfalls. ;-)

Schönen Donnerstag!

nit möööglich!


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Uchiyama Rôshi:Ein Lehrer besuchte mich vor einigen Tagen und sagte mir: „Wir sollen den Schülern jetzt Noten für ihr moralisches Verhalten und Verantwortungsgefühl geben. Was halten Sie davon?“ Da ich nicht viel vom Erziehungswesen verstehe, war ich zunächst sehr überrascht. Dass man in den Naturwissenschaften alles mit Zahlen ausdrücken kann, ist mir klar, aber kann man auf die gleiche Weise den Wert eines Menschen beurteilen? Eher als den Schülern möchte ich dem Kultusminister Noten für seine Moralvorstellungen und Verantwortungsgefühl geben – und das wären keine so guten Noten. Jedenfalls riet ich dem Lehrer, dem nichts anderes übrig blieb, als sich an die Richtlinien des Kultusministeriums zu halten: „Ich würde einfach jedem der Schüler ‚90%′ geben, denn im Zen-Buddhismus heißt es, das neunzig besser als hundert Prozent sind. Aber wichtiger als das ist, dass Sie ihren Schülern dafür auch beibringen, was Verantwortung wirklich bedeutet, und dass Sie gemeinsam mit ihren…

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ausmisten mit dem 5-4-3-2-1-System

Thomas Mampels Methode, um den Wust an Aufgaben auf der eigenen Agenda zu durchforsten, ist radikal… und sie ist toll!
Deswegen teile ich das hier.

Frohes Schaffen, frohes Streichen!

mampels welt

Wenn es Euch so geht wie mir und den meisten Menschen, die ich kenne, stehen auf Euren To-Do-und Aufgabenlisten immer viel mehr Punkte als Ihr jemals bearbeiten und erledigen könnt. Es sammelt sich eine Menge Material an, wenn man konsequent alle Aufgaben, Anfragen, Aufträge, Bitten, Zusagen, Wünsche, Ideen und „Zeugs“ ordentlich erfasst, durchsieht und organisiert. Nur mit dem erledigen hakt es auch bei Menschen, die gut und ordentlich organisiert und strukturiert sind, immer wieder. Das liegt i.d.R. nicht an Dummheit, Unvermögen oder Faulheit der Leute, sondern, daran, dass stets neuer Input auf uns einströmt und jede erledigte Aufgabe zwei neue nach sich zieht.

IMG_3544Im Rahmen meines „Quarter-Reviews“ bin ich all meine Projekte und  Next-Action-Listen durchgegangen und auf eine Vielzahl von offenen Punkten gestossen, die ich teilweise schon seit Wochen (einige wenige sogar seit Monaten) mit mir herumschleppe. (Mein System habe ich u.a.  H I E Rkürzlich beschrieben). Und…

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Reblog… Linktip: Johannes Korten – Rant: liebe Retargeting-Fuzzis und – Fans

Johannes Korten hat in seinem Blog ein paar klare Worte an einen Teil der Marketingwirtschaft adressiert.

Ich stelle fest, dass es Marketing gibt, was mich auf angenehme Weise erreicht: das ist vorzugsweise dann der Fall, wenn es unaufdringlich oder verständnisbereit daher kommt.

Häufiger aber bin ich von Marketing genervt, weil sich gefühlt seit Jahren die Art Marketing verstärkt, die mich als Kunden in spé laut abnervt, die mich bedrängt, die mich übersieht und überhört, die kurz gesagt nur „a pain in the ass“ ist.

Johannes Korten bringt es an einem Beispiel auf den Punkt. Sehr lesenswert!