#Gedankenblitz: Friss oder stirb! – Tja, dann musst Du verhungern.

Lieber Tom, völlige Zustimmung von mir!
Danke, dass du es so klar und so tiefsichtig ausgedrückt hast.
Die ¨Kooperationsphobie¨ ist in der Tat ein Sargnagel für eine Gesellschaft, die sich als so schön entwickelt versteht.
Letzten Endes werden ALLE darunter verlieren, mittelfristig fast alle und kurzfristig die weit überwiegende Mehrheit.
Stemmen wir uns gegen diese Egomanie des Individualisierungsfetischismus!

Toms Gedankenblog

Wer mir künftig mit „friss oder stirb“ kommt, muss damit rechnen, dass ich ihn „verhungern“ lasse.

Hört sich heftig an … ist es auch. Mir begegnet ständig und immer wieder eine Geisteshaltung im Sinne von „Friss oder stirb“. Diese Mentalität geht mir gehörig auf den Zeiger. Warum? Weil sich dahinter – entgegen der aktuellen „Modewelle“ der Achtsamtkeit und der Wertschätzung – die reine „Kooperationsphobie“, der ungenierte Egoismus eines kurzsichtigen Pseudo-Gewinnmaximierers verbirgt. Ich kann sie nicht nachvollziehen. Wer so agiert – egal ob als Kunde, Auftraggeber, Kollege, Chef, Nachbar oder was auch immer – verliert. Sein scheinbarer Profit, ist so flüchtig wie der Augenblick.

Dieses Verhalten ist irrational. Irrational, weil es langfristig jede „Beziehung“ kaputt macht. Jede „Bindung“ zerstört. Es löst den sozialen Klebstoff auf. Die Basis der Zusamenarbit und der Interaktion untereinander. Es führt letztendlich dazu, dass derjenige der in dieser Weise agiert, „verhungert“: er verliert bestehende und potentielle Kunden…

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„Das Leben ist keine ausgeglichene Bilanz“ von Johannes Korten – Zustimmung und Widerspruch von mir.

Johannes Korten hat einen spannenden Artikel zum Thema Grenzen, Entschleunigung, Herausforderungen gebloggt.

Zustimmung und Widerspruch meinerseits gibt es hier:

Lieber Hannes,

ja, lasst uns jeden Tag bewusst leben und unser Leben gestalten.

Da kann ich, wie bei manchen anderen Punkten deines Artikels mitgehen. Dennoch verlangt es mich, auch ein Stück weit zu widersprechen, mindestens zu ergänzen.

Ein gebetsmühlenartig vorgetragenes „Entschleunige… entschleunige…“ ist in der Tat nicht viel mehr als eine weitere Form von Marketing, die sich eines neuen Bereiches bemächtigt.

Dennoch finde ich es sehr positiv, dass Themen wie Balance, Entschleunigung, klarere Einschätzung persönlicher Ressourcen inzwischen eine größere Rolle spielen.

Warum?

Aus verschiedenen Gründen:

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Loslassen

Ich bin durch Thomas Michls Reblog auf diesen Artikel aufmerksam geworden und hab ihn gern gelesen. Ja, das Loslassen kann mensch gar nicht genug üben. Erstens, um das oft durch äußere Umstände notwendig gewordene Loslassen hinzubekommen und die gebundene Kraft wieder verfügbar zu machen und zweitens, weil für jede*n von uns in ein paar Jahrzehnten das ganz große Loslassen kommt… ich schätze, dann wird es hilfreich sein, ganz gut loslassen zu können.
Auf der anderen Seite braucht es auch das Zupacken, das Wollen, das Nichthinnehmen von miesen Umständen. Ich denke, dass auch das eine ganz wichtige Qualität ist.
Letzten Endes geht es wie so oft auch um Balance…

Kompetenzgruppe Selbstmanagement

Wenn man einmal von Stephen Karpman gehört hat, dann kann es passieren, dass er einen nie wieder loslässt. Keine Angst, Stephen ist kein fieses Arschloch, das Dich erpresst oder sonst gemeine Dinge mit Dir anstellt: er ist der Erfinder des sogenannten Drama-Dreiecks.

Das komplette Modell hier zu beschreiben, würde ein wenig den Rahmen sprengen. Damit haben sich außerdem schon viel schlauere Leute als ich beschäftigt, daher verweise ich an dieser Stelle auf den entsprechenden Wikipedia-Eintrag.

Jedenfalls gibt es in diesem Dreieck immer einen Täter, ein Opfer und einen Retter. Lustigerweise benötigt man dafür laut Karpman nicht einmal drei Personen, es reichen schon zwei, um alle drei Rollen zu besetzen. Gut, in wenigen Fällen kann man es vielleicht auch alleine schaffen, vor allem, wenn man nicht alleine in seinem Körper wohnt, aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.

Bei meiner heutigen Laufrunde habe ich viel über das Thema „Loslassen“…

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Jugendhilfe & Schule – zwei Seiten einer Medaille.

Ein riesig wichtiges Thema!
Denn: wie sollte eine weniger gewalttätige, eine weniger ausbeuterische, eine weniger vertikale Gesellschaft entstehen ohne eine ganzheitliche und verantwortungsbewusste Bildung für Alle?

Eines meiner Steckenpferde ist ja auch, dass eine Allgemeinbildung in Kommunikation, Sozialkompetenz und psychologischen Grundlagen entsteht. Mehr dazu hier:
https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2015/03/28/hassunproblemoderwatt-wir-brauchen-eine-allgemeinbildung-in-psychologie/

Danke für deinen prima Artikel, Sabine!

Zeitzuteilen

Kinder und Jugendliche brauchen die bestmöglichen Rahmenbedingungen, um heranwachsen zu können, darüber ist man sich gesamtgesellschaftlich einig. Dazu gehören auch Bildung und Erziehung. Beides wird oft getrennt voneinander gedacht, weil wir Bildung häufig auf Schule reduzieren und Erziehung mit den Eltern bzw. außerschulischen Institutionen in Verbindung bringen.

Betrachtet man jedoch den Bildungsbegriff wie ihn bereits Wilhelm von Humboldt zugrunde legte, so geht es um einen ganzheitlichen Ansatz, um Persönlichkeitsbildung. In der englischen Sprache gibt es daher auch für Bildung und Erziehung nur einen Begriff: education.

10911246_1610931492497050_1429615418277674472_oIm Rahmen des Fachtages „Stationäre Erziehungshilfe neu denken“ lebte diese Diskussion wieder neu auf. Zumal der gesellschaftliche Trend, dass Kinder und Jugendliche ganztägig ihr Leben an außerfamiliären Lernorten verbringen, zunimmt. Die Hintergründe hierfür sind vielfältig. Gerade bei Kindern aus Familien mit wenig Einkommen sind beide Eltern darauf angewiesen, zu arbeiten, damit ausreichend Einkommen generiert werden kann und das hat zur Folge, dass Kinder tagsüber versorgt werden müssen.

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Von echten Heldinnen und wahren Helden

Bekam ich doch heute mal eine nette Meldung über neue Follower bei twitter:

Sag Danke
@sagdankeFOLLOWS @GANTZELCOACHING

Ein Projekt zur Vorstellung und Würdigung engagierter Projekte. Gut so!

Eine Gelegenheit, meinen eigenen Artikel zum Thema Helden, Heldinnen
nochmal wieder zu lesen…
…und zu rebloggen.

Klopft Euch mal anerkennend auf die Schulter! Schadet nix!

Wünschen. Wollen. Tun.

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Die Welt ist voller Helden/Heldinnen. Oder könnte es sein. Jedenfalls drängt sich dieser Eindruck auf, wenn ich zur Zeit in Zeitungen oder bei facebook blättere, Diskussionen verfolge, an Start Up-Stories denke und Radio und TV lausche. Auch die ZEIT hat neulich dem Thema ein ganzes Dossier gewidmet:
http://www.zeit.de/2013/30/dossier-helden
Warum auch nicht? Geschichten über Helden/Heldinnen ziehen an. Ich kann mich selbst in den/die Helden/Heldin versetzen und seine/ihre Erfolge feiern, seine/ihre Prüfungen bestehen etc.

Der Blick darauf, wie schwer es jedoch vielen Menschen fällt, die eigene Biographie als Helden-/Heldinnenreise zu erzählen, lässt einen anderen Eindruck entstehen:
Helden/Heldinnen sind die Anderen.
Und bei sich selbst zählen auch nur die besonderen, hervorstechenden Taten (das, was gut und toll und schön und edel ist). Dabei sind viele Helden/Heldinnen in Mythen keineswegs immer eindeutig, immer ohne jeden Zweifel, immer erfolgreich.

Und Helden/Heldinnen , die sich ein Helden-/Heldinnenimage zurecht bauen und fleißig an der aktuellen Heroisierungskultur, am…

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