Es grünt so gelb…reifen wie die Paprika?

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Jetzt ist es raus: Die Grünen sind unzufrieden mit sich selbst!
Jedenfalls manche. Tarek Al-Wazir zum Beispiel, seines Zeichens Superminister im hessischen Kabinett. Oder der Bayern-Grüne Dieter Janecek. Die wollen jetzt gern gelber werden. Sozusagen als Reifungsprozess: Erst grün, dann gelb…vom verschmähten Demositzer und Fleischverbieter endlich zum mehr oder minder verdienten Liberalen (weil da ein Prozent vakant geworden zu sein scheint?)…
Und dann?
Grün-Gelb-Rot? Zum Sozialdemokrat?
Morphing just like Paprika?

Und ein Stück weit scheint mir diese permanente Unzufriedenheit mit sich selbst den Grünen auch eigen zu sein: zu Fundi, zu Realo, zu verantwortungsscheu, zu machtgierig, zu links, zu rechts, zu offen, zu verschlossen, zu bockig, zu zickig, zu wasweißichnoch… Pluralismus, Beweglichkeit, Lebendigkeit? Auch. Mag sein.

Also: ich kenn das. Du auch? Sie auch?
Gern irgendwie anders sein wollen: Vielleicht so, vielleicht auch lieber so. Oder auch vielleicht so. Nur ganz gewiss nicht so, wie mensch jetzt gerade ist.
Und dann machen und tun wir und wenden so richtig viel Zeit und Energie auf, nur um zu sein: halt anders zu sein als wir sind.
Was’n Quatsch!

Wir sind. Punkt.

Nun hab ich ja gar nix gegen Transformation und Entwicklung einzuwenden, im Gegenteil: ich brech ’ne Lanze dafür. Aber ich finde es doch seeehr hilfreich und wichtig, erst einmal anzuerkennen, wer mensch ist und das gutzuheißen. Und Entwicklungen anzugehen, na klar! Aber nicht, um unbedingt wer anders zu sein.
Und ich plädiere für eine wertschätzende Bestandsaufnahme:
Was ist denn schon alles da?
Was sind die Wurzeln, aus denen ich Kraft beziehe?
Was gehört zum Stamm, der mich gut stehen lässt?
Was ist die Rinde, die mich schützt?
Was sind die Äste und Zweige, die zeigen, wie vielfältig ich bin?
Was sind die Blätter und jungen Triebe, die Neues bedeuten?
Welche Blüten trage ich, das Neue, das sich entwickeln könnte?
Trage ich aktuell Früchte, die reif zur Ernte sind?
Und ich schaue auch auf das Laub, auf Fallobst, auf abgestorbene Zweige: all das, was nicht mehr wachsen wird, nicht mehr weitergeht mit mir, was auch nicht mehr weitergehen muss.

Dafür wende ich gern Energie auf. Und allemal lieber als für die ständige Unzufriedenheit damit, wie ich bin.

Eins aber noch zum politischen Aufmacher des heutigen Blogs:
Mit dem Reifen ist das so eine Sache…
Obacht! Womöglich heißt es sonst: Grün-Gelb-Tot?

Euch und Ihnen ein schönes Wochenende!
:-)

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2 Gedanken zu “Es grünt so gelb…reifen wie die Paprika?

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