Die Seeschlacht in der ZEIT – Selbstbilder festhalten und loslassen

In der ZEIT, Ausgabe 21 vom 16.05.2013 findet sich ein hochinteressanter, jedoch nicht ganz leicht zu ertragender Artikel, der mich anregt, hier zum Thema Selbstbilder zu sprechen. Das Dossier ist nachzulesen unter http://www.zeit.de/2013/21/surfunfall-ostsee-motorjacht
Hintergrund ist ein Unfall auf der Ostsee, bei dem eine Motoryacht mit einem Surfer zusammenstieß. Der Surfer Reinhard Fahlbusch wurde nahezu getötet, lebt jetzt schwerstbehindert weiter, der Yachtbesitzer (die ZEIT nennt ihn Karl Dröhmer) will den Vorfall mittels eines Stabes von Anwälten und Gutachtern klären lassen und das Desaster ist vor den Gerichten bisher noch nicht geklärt.

Ich möchte den Blick, daran anknüpfend, auf Selbstbilder richten. Ich behaupte, dass wir alle Bilder in uns tragen und kultivieren, wie wir uns selbst sehen und von anderen gesehen werden wollen. Zum Beispiel war es mir lange wichtig (und ist es zum Teil noch), als Pfiffikus, als engagierter Unternehmer, als ebenso cool wie männlich wie feinfühlig und phantasievoll zu gelten. Und das ist sicher noch nicht alles. Im Coaching stoßen wir auf diese Vorstellungen von uns selbst.

Und die Frage kommt auf,  was uns diese Selbstbilder nutzen? Weiterlesen

Thomas Schaaf und Werder Bremen… – Wie feiern wir Abschiede?

Nun ist es passiert! Thomas Schaaf ist nicht mehr Cheftrainer bei Werder Bremen!
Nach 14 Jahren!
Unfassbar!
Nein, nicht unfassbar. Fassbar!

Wie ist es in unserer Kultur, in unseren Medien, in unserer Gesellschaft, in uns mit einer Kultur des Abschiednehmen bestellt?
Die Webseite tagesschau.de, Zeitungen, Fernsehen etc. suggerienen mir, dass das alles ganz schnell geht.
Ungefähr so: Thomas Schaaf kommt nochmal zum Trainingsgelände, drückt jedem Spieler und manchen anderen langjahrigen Wegbegleitern die Hand, räumt 5, 6 Habseligkeiten in einen Schuhkarton und verschwindet wieder, noch bevor der Motor seines Autos wieder kalt geworden ist. Dann ab ins Eigenheim nach Stuhr und Emails gecheckt, ob die TSG Hoffenheim, Schalke 04 (wie immer rein reflexhaft dabei, wenn ein namhafter Trainer frei geworden ist), Real Madrid oder Fortuna Düsseldorf schon auf den AB gesprochen haben…
Ich glaube, dass Thomas Schaaf viel zu reflektiert ist, um so automatisch nach den Erwartungen der Branche zu handeln, aber die schillernde Welt des Fußballs hätte das gern so, oder? Weiterlesen

Zur Wahl… Persönlichkeitsentwicklung – Einladung zur Diskussion

Vor einigen Tagen flatterte mir mal wieder eine Wahlbenachrichtigung ins Haus: Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein. Eine gute Gelegenheit, die Vertreter der Parteien, die nicht nur in der Kommune Schenefeld kandidieren, sondern sich auch auf Bundes- und Landesebene in den Parlamenten mit Themenkreisen wie Bildung und gesellschaftlicher Entwicklung befassen, zu einer Stellungnahme zum Thema meines Blogs „Persönlichkeitsentwicklung für Alle – unabhängig von Einkommen, Bildungsstand, Herkunft und sozialem Status“ einzuladen.

Das Thema meines Blogs ist für mich nicht nur der Wunsch nach einem „open source“- gestützten Umgang mit Wissen oder eine Anregung für Interessierte, sondern auch eine politische Aufforderung, dass sich weite Teile der Gesellschaft damit mehr auseinander setzen mögen, als ich es bisher wahrnehme.

Ein paar Schlaglichter, warum ich das so betone: Weiterlesen

Rückblende – Was war eigentlich genau vor einem Jahr?

Was war denn eigentlich vor einem Jahr? Genau vor einem Jahr?
Im eigenen Leben… in deinem Leben, in Ihrem Leben?

Also… Ich war im Krankenhaus. Im UKE, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. In einem 2-Bett-Zimmer, mit einem sehr freundlichen und unkomplizierten Zimmergenossen. Glücklicherweise. Nach einem dicken Nervenzusammenbruch, sozusagen als meiner finalen Phase eines über mehrere Jahre angezüchteten Burnouts, wäre ein nerviger Stresser das Letzte gewesen, was ich noch gebraucht hätte. War ich schließlich selbst schon, ein stressiges und gestresstes Nervenbündel.

Da saß ich nun – mutlos, kraftlos und visionslos, manchmal hoffnungslos.
lch war über genau 4 Dinge froh: Weiterlesen

Veränderungen brauchen Schubkraft – und Klarheit, was im Prozess der Veränderung vor sich geht

Guten Tag.
Also… ich würde heute gern das Wetter verändern und das triste Grau auflösen, das mich in der Rekonvaleszenz nicht gerade aktiv, munter und fröhlich stimmt… Aber: nicht in meiner Macht, das Wetter. Gut so.
In meiner Macht aber sind oft genug Veränderungen in meinem Leben, kleine oder auch große. Was hindert mich? Oh, darauf habe ich viele Antworten:
„Ob nach der Veränderung wirklich alles besser ist?“
„Hab mich gewöhnt daran, dass es ist wie es ist…“
„Sooo schlecht geht’s mir doch auch wieder nicht…“
„Alles ist besser als das hier…“
Kein Drumherumgerede, Jens, Butter bei die Fische! Worum geht’s? Weiterlesen