SPIEGEL, SPIEGEL an der Wand…

…was dir alles nicht passt im Euroland.

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Neulich saß ich in einem Café und blätterte im SPIEGEL. Ein Artikel verärgerte mich enorm. Es ging darum, dass die EU Regulierungen für den Energiebedarf von Staubsaugern erlässt.

Diskreditierung von Energiesparmaßnahmen durch das Nachrichtenmagazin

„Prima“, dachte ich, „endlich mal Maßnahmen zur Energieeinsparung und nicht nur Greenwashing oder Gerede von billigerer oder ökologischerer Energieerzeugung, sondern ein Problem an der Wurzel gepackt!“
Den Autoren des SPIEGEL ging es offenbar anders. Die Maßnahme und das Verhalten der Zuständigen bei der EU wurden diskreditiert, lächerlich gemacht und mit Schimpf und Schande bedacht. Natürlich durfte auch der Klassiker, der das anscheinend ebenso faule wie dumme Verhalten von EU-Bürokraten illustrieren soll, nicht fehlen: der Verweis auf den Krümmungsgrad von Bananen und Gurken. Weiterlesen

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Mit 50, da hat man noch Träume…

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In der taz habe ich kürzlich einen Artikel gelesen, in dem es um die 64er ging, die ja dieses Jahr 50 werden oder geworden sind. Da ich Jahrgang 1965 bin, geht mich das auch an.

Der Frust der Wirtschaftswunderkinder

Der Autor beschreibt, dass die 50-jährigen, eine Art goldene Generation, der geburtenstärkste Jahrgang der Geschichte in Deutschland, jede Menge Grund hätten, gar nicht zufrieden zu sein mit dem, was war und was ist:
– keine besonderen biographischen Ereignisse („keine Kriege, keine Nöte… nicht einmal Schuldgefühle“), von denen mann/frau den Enkeln erzählen können…
– dafür aber Wohlstandsüberfüllung einer Gesellschaft der Doppelfettstufe…
– keine Vorbilder
– kein rebellischer Geist
– 1,3 Millionen gleichaltrige Konkurrenten damals im Rennen um die besten Plätze
– und eine heutige Bundesrepublik, die durch Merkels Einlulltaktik kaum noch zu spüren sei…
Mann/Frau gehöre zu den größten Verlierern überhaupt.
Der Artikel schließt mit dem Gedanken, dass mann/frau nun mit 50 Jahren doch immer noch aufstehen könne, rebellieren könne, dies möglicherweise aus obigen Gründen erst recht tun solle. Weiterlesen

Wachstum, Nullwachstum, Degrowth – Wie wäre es mit Reifung?

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Zur Zeit tagt in Leipzig die Degrowth-Konferenz. Eine Bewegung, bei der sich Nichtregierungsorganisationen, WissenschaftlerInnen, AktivistInnen und engagierte BesucherInnen in mehreren Hundert Veranstaltungen über den möglichen sozialen und ökologischen Wandel austauschen. Ausgangspunkt ist die Kritik am herrschenden ökonomischen Konzept, dass nur Wachstum und Konsum zu Wohlstand und Zufriedenheit führen.

Die Grenzen des materiellen Mehr treten längst hervor

Jede/jeder von uns kennt das, dass Zweifel an der Sinnhaftigkeit des ImmerMehr berechtigt sind, oder?
Stößt nicht das materielle Mehr an Grenzen des Interesses („Hab schon Alles“…“Phh, schon wieder Neues…“)?
An Grenzen des Planeten? (Siehe auch…)
Und an Grenzen des individuell Machbaren?
Sich für Wohnung, Auto, Mediengerätepark, Design- und Lifestyleobjekte abarbeiten bis auf die Knochen oder wasauchimmer tun, um das Mehr zu gewährleisten?
Und auch an Grenzen, wo es noch Zufriedenheit schafft? Wie stark ist das Gefühl von anhaltender Befriedigung und Lebensqualität dadurch denn?
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