Empathie und Perspektivübernahme – Reblog eines wichtigen Artikels von Hannes Korten

Johannes Korten hat einen prima Artikel zu Willkommenskultur, zu Fremdenfeindlichkeit und zur diesbezüglichen Situation hierzulande geschrieben, den ich gern reblogge und der meine eigenen Gedanken dazu sehr gut trifft.

Aus Sicht des Coaches taucht da u.a. das Thema Empathie auf. Empathie, sich hinein fühlen können in Menschen. In diesem Fall die Fähigkeit, sich in jemand hinein fühlen, der/die seine/ihre Heimat verlässt, weil die Lebensbedingungen für sich selbst oder die eigenen Kinder so katastrophal sind, dass der Schritt ins Unbekannte weniger schlimm erscheint.

Noch mehr ist es das Thema der Perspektivübernahme: Sich darin zu versetzen, wie ich selbst handeln würde, wenn ich in solch einer oder einer wesentlich weniger dramatischen, aber ebenfalls schwierigen Lage wäre (z.B. aus einer strukturschwachen Gegend in Deutschland in eine andere wirtschaftlich stärkere Gegend zu ziehen). Da ziehen doch auch viele Menschen hierzulande um, oder? Wie möchte ich empfangen werden?

Ich denke, dass das Prinzip der und die Fähigkeit zur Empathie und Perspektivübernahme eine wesentliche Grundlage für ein gutes Zusammenleben ist, die hierzulande dringend, dringend der Förderung und Bildung bedarf.

 

 

 

 

 

#Gedankenblitz: Die Frage nach dem „Warum“

Ja, das Nachfragen, das in die Tiefe gehen wollen, was Kinder ganz natürlich haben und Erwachsene mitunter sehr schnell abgelegt haben (und sicher auch mal loswerden wollen) ist eine wertvolle Ressource, um zum Wohlergehen durchkommen zu können.
Im Coaching tauchen die W-Fragen oft auf und sie ermöglichen einen Zugang zu den tieferen Schichten des Selbst, nicht nur zu den Selbstbildern, die gewöhnlich in den schnell gegebenen Antworten viel präsent sind.
Unter die Oberfläche gehen wollen, heißt, „Warum“ zu fragen, sich selbst und andere.
Und den Respekt nicht vergessen, wenn mensch auf ‚Warum‘ nicht antworten mag. Auch das hat meist Gründe und ist nicht nur Bockigkeit.

Toms Gedankenblog

Ich bin ein großer Freund des Fragewortes „Warum“ und habe das auch dieser Tage auf verschiendenen Kanälen kund getan. Interessant war die Reaktion und die Diskussion, die daraus auf Twitter und Facebook entstanden ist, die unterschiedlicher kaum hätte sein können. Die einen haben sich tatsächlich am Wort gestört. Ihre Befürchtung, die Frage nach dem Warum würde zu Schuldzuweisungen und Rechtfertigungsdruck führen. Das ist aus mriner Sicht wohl eher eine Frage, der inhaltlichen Gestaltung der Frage – nicht des Wortsinnes – und auch eine Frage der Geisteshaltung. Wieder andere waren der Meinung, dass andere Fragewörter besser geeignet seien, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Wenn ich ehrlich bin, halte ich das für reine Wortklauberei, denn ob Wofür, Wozu, Weshalb oder Warum am Anfang der Frage steht ist für mich irrelevant. Mich interessiert der Inhalt, das Wesen dahinter. Das Fragewort ist dann eigentlich zweitrangig.

Wer das „Warum“ lebt, der hört nicht nach…

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Reblogged: Johannes Korten – Vom Siechen der Griechen

Danke, Hannes, für den den prima Artikel. Gerade zur Zeit kann ich es auch gar nicht oft genug sagen:

Kooperation statt Konkurrenz schaffen!

Augenmaß und Weitblick lernen statt Wachstumsglauben blind folgen.

 

Und Selbstbilder (z.B. „wir fleißigen Zuzahler“) mal anschauen und hinterfragen:

Nicht darauf, ob es stimmt oder nicht,sondern:

– Was hab ich von diesem Selbstbild? Was nutzt mir das?

– Welchen Fragen gehe ich aus dem Weg, indem ich dieses Selbstbild pflege?

– Welche Selbstbilder habe ich noch in diesem Zusammenhang?

– Was für ein Gefühl steckt hinter diesem Selbstbild?

Zum Thema Selbstbilder auch hier und hier was zu lesen.

Zum Thema Wachstumsglaube hier lang.

 

Ein weiterer Lesetip:

Harald Welzer – Selbst denken

Reblogged: Jed McKenna: der Rest sorgt für sich selbst

Ein vergnüglicher Blogpost zum Thema Lernen im Tun.

Und das passt gut zu Veränderungsprozessen im eigenen Leben:
Eine Zeit lang wird noch analysiert, was ist und werden Thesen aufgestellt, was war und wie das das Ist beeinflusst hat. Gut so.

Dann ist es aber auch mal gut!

Die Analyse ist abgeschlossen, das Verstehen ist eingetreten.
Jetzt: machen oder lassen. Punkt.

nit möööglich!


Sja wo isn der Schwimmlehrer?

Es vom Konzept her zu begreifen ist nicht so wichtig. Man lernt zu schwimmen, indem man ins Wasser springt und schwimmt, nicht, indem man in einem Klassenzimmer sitzt und die Theorie der Hydrodynamik studiert. Die plötzliche Anwendung ist es, die zählt, und du befindest dich bereits im Pool, um es einmal so auszudrücken. Der Rest sorgt für sich selbst durch natürliche Prozesse, Experimentieren, Beobachtung und Spiel, so wie du als kleiner Hosenmatz gelernt hast, deine Körperbalance auszubilden. Mit deinem fein abgestimmten Gleichgewichtssinn bist du nicht geboren, er hat sich im Lauf der Zeit entwickelt, weil du aufgestanden bist und dabei angefangen hast, ihn zu benutzen.

aus: Jed McKenna, „Spirituelle Dissonanz“

Ich weiß noch, wie ein Bademeister versucht hat, meinem Bruder das Schwimmen beizubringen. Er gab ihm einen Schwimmgürtel aus Kork und alle möglichen Direktiven vom Rand des Schwimmbeckens. Während er dies tat, löst er mit…

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Reblogged: ¨Bald ist Weihnachten¨ aus dem Newsletter von Nadja Petranovskaja

Nadja Petranovskaja hat mich in ihrem Newsletter gestern dran erinnert, mal kurz innezuhalten und zu schauen, was denn alles in der ersten Jahreshälfte so passiert ist.

Und da ich dazu neige – (wer noch? Bitte mal Hand hoch… ach, so viele? Da schau her ;-)  – positive Erfahrungen nicht eben beständig zu erinnern, ist es gut, wenn ich dies tue. Und siehe da: trotz mancher Probleme finde ich, dass es ein gutes erstes halbes Jahr war. Fein! :-)

Ich finde derartige Rückblicke hilfreich, sei es zum Zwecke einer guten Arbeitsorganisation und Arbeitszufriedenheit als Wochenrückblick oder halbjährlich, jährlich, um zu betrachten, was war, was nicht geklappt hat und was gelungen ist. Mir nutzt es auch, um etwas souveräner auf die Geschehnisse in meinem Leben blicken zu können. Und ich kann dies und das (Groll, aber auch Schönes und Erfolge) dann auch besser loslassen.

Deshalb hier heute mit ihrer Zustimmung ein Ausschnitt aus dem aktuellen Newsletter von Nadja Petranovskaja (Danke dir, Nadja! :-) reblogged:

Bald ist Weihnachten.

Damit möchte ich jetzt schon in dein Bewusstsein reinfallen, denn ich werde Recht haben. Gleich kommt die Urlaubsphase, danach werden wir – jeder auf seine Art und Weise – all das aufholen versuchen, was aus verschiedensten Gründen im ersten Halbjahr nicht geklappt hat und dann geht es plötzlich nur noch darum, Geschenke zu kaufen.

Ich lade dich daher gern ein, über die ersten 6 Monate dieses Jahres zu reflektieren.

Was hast du am Jahresbeginn geplant?

Was davon läuft gut und klappt?

Was hast du bereits gelernt und erreicht?

Welche Überraschungen waren angenehm?

Nimm das halb volle Glas, bitte.

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#Gedankenblitz: Der Schein trügt oft …

Lieber Thomas Michl,
Danke fürs zum Lachen bringen und für diese klarsichtigen Worte, was unser eigenes Urteilen betrifft!

Coaching ist manchmal auch so, als ob Kinder fragen:
¨Warum?¨
¨Wieso?¨
¨Weshalb?¨
…to be continued… ;-)

Toms Gedankenblog

Urteile nicht über den anderen, bevor Du nicht eine Meile in seinen Mokassin gelaufen bist.

Es ist mir mal wieder beinahe passiert. Fast hätte ich vorschnell den Stab über einen anderen Menschen, weil etwas nicht wie gewünscht verlaufen ist, gebrochen. Dabei wollte ich mir das eigentlich abgewöhnen. Klar, das ist menschlich. Passiert leider oft. Zu oft. Wir sind zu schnell mit unserem Urteil und geben uns mit der ersten nahe liegenden Antwort, bei der Frage nach dem „Warum“ zufrieden. Aber da machen wir uns es doch etwas zu einfach. Der Schein trügt und zwar sehr oft.

Wie schnell man doch zu einem Fehlurteil kommen kann, dass zeigt das amüsante Video:

In diesem Fall ist der Fehlschluss nicht dramatisch. Niemand kommt zu schaden. Aber wenn wir vorschnell ein Urteil über Andere bilden, dann hat dies möglicherweise Auswirkungen. Auswirkungen von erheblicher Reichweite. Deshalb sollten wir bei unseren Urteilen Vorsicht walten lassen. Auch…

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Macht – begehrt, verrufen… überbewertet oder unterbewertet?

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Vor gut 3 Wochen hatte ich die Gelegenheit, auf eine Einladung hin Gast beim 12. Kasseler Jugendsymposium sein zu können, zu dem wir bei uns im Haus eine Gästegruppe beherbergten. Da dort aber Jugendliche an und für sich unter sich sein können sollen, besuchte ich nur einen der zahlreichen Vorträge.

Ich hatte Lust darauf, etwas zu den ¨7 Säulen der Macht¨ zu hören…

Und es hat sich gelohnt! Die Referentin Suzanne Grieger-Langer lieferte einen beeindruckenden Vortrag, dramaturgisch spannend, rhetorisch super und gut auf die Zielgruppe abgestimmt. Auch inhaltlich hat mich der Vortrag angeregt, mich mal wieder mit dem Thema Macht zu befassen.

Gleichwohl mochte ich die Schlüsse, die Frau Grieger-Langer aus ihren Überlegungen zog sowie die politischen Botschaften, die sie dem jungen Publikum vermittelte, weniger. Aber der Reihe nach:

Sie stellte Ihr Modell, die 7 Säulen der Macht, vor, reizvollerweise an die Chakren angelehnt, was eine von vielen interessanten Möglichkeiten ist, innere Vorgänge Phänomene strukturiert zu betrachten. Und sie stellte zu jeder Säule eine positiv klingende Qualität immer einer negativ klingende Qualität gegenüber. Von unten nach oben liest sich ihr Modell so: Weiterlesen