Reblog… Linktip: Johannes Korten – Rant: liebe Retargeting-Fuzzis und – Fans

Johannes Korten hat in seinem Blog ein paar klare Worte an einen Teil der Marketingwirtschaft adressiert.

Ich stelle fest, dass es Marketing gibt, was mich auf angenehme Weise erreicht: das ist vorzugsweise dann der Fall, wenn es unaufdringlich oder verständnisbereit daher kommt.

Häufiger aber bin ich von Marketing genervt, weil sich gefühlt seit Jahren die Art Marketing verstärkt, die mich als Kunden in spé laut abnervt, die mich bedrängt, die mich übersieht und überhört, die kurz gesagt nur „a pain in the ass“ ist.

Johannes Korten bringt es an einem Beispiel auf den Punkt. Sehr lesenswert!

Doppel-plus-ungut – Lassen Sie sich gern manipulieren?

Ich mich nicht. Nun, manchmal vielleicht schon… wenn die Versprechungen besonders reizvoll sind und ich kritische Töne nicht wahrhaben will.
Aber: eigentlich mag ich es nicht, wenn ich manipuliert werde oder werden soll.
Mit der allseits bekannten Sprache, die in der Kommunikation durch Marketing, durch Propaganda, durch staatlich wie wirtschaftlich agierende Personen und Institutionen eingesetzt wird, geschieht genau das: gezielte Manipulation. Und je subtiler das passiert, desto wirkungsvoller (und bei kritischer Reflektion desto unangenehmer aufstoßend) ist es.

Der Ausdruck „Beitragsservice“ der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten z.B. suggeriert, dass ich eine Wahl hätte, mich freiwillig für eine Mitgliedschaft entscheiden könne. „Dumm Tüch!“ würde man im Norden sagen. Mit Freiwilligkeit hat das wenig zu tun. Aber es hört sich natürlich besser an als „Rundfunkgebühren“.
Damit kein Missverständnis auftritt: die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunk und TV ist mir sehr wichtig. Selbst wenn es nur darum ginge, ein Gegengewicht zur zu einem erheblichen Teil bunt-blind-blöden Bilder- und Sprachwelt darstellt, mit der uns Murdoch und Konsorten mit ihren radikal auf den Shareholder Value (Wert der Anteile der Anteilseigner) ausgerichteten Medien (diese umständliche Bezeichnung habe ich gewählt, um den verniedlichenden Begriff „Privatfernsehen“ zu umgehen) beeinflussen.
Aber ich hab wenig Lust, mich mit Begriffen wie „Beitragsservice“ verschaukeln zu lassen. Weiterlesen