Respekt

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Am Wochenende hatte ich den letzten Teil der Fortbildung zum Konfliktmanager, den ich seit vorigem Herbst besuche.

Für mich als Coach habe ich wertvolles Input gesammelt und für mich privat habe ich besser gelernt, Konflikten, die wichtig sind, die es mir wert erscheinen, nicht aus dem Weg zu gehen und Konflikten (z.B. Stress mit sowas wie Flixbus oder der Deutschen Bahn, wenn die Leistung gar nicht stimmt), die eigentlich nur Energie kosten, keine Nahrung mehr zu geben und loszulassen.

Die Fortbildung wird regelmäßig angeboten von einem Verein namens Respekt e.V.
Respekt e.V  tut außer den Fortbildungen für Erwachsene aus beratenden, betreuenden, begleitenden Berufen primär etwas, was ich als eminent wichtige Aufgabe in der heutigen Gesellschaft empfinde:
Jugendlichen, Kindern und jungen Erwachsenen Wege zu zeigen, die Auseinandersetzung und Konflikt respektieren, aber auf einer Grundhaltung von Begegnung, Kooperation und Austausch beruhen und nicht auf einer Grundhaltung von Konkurrenz und Abwehr.
Letztere ist… Weiterlesen

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facebook als Spielwiese: kann gefallen.

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Selbstbewusstheit.

Selbstbewusstsein.

Für beides erlebe ich Facebook als Spielwiese, mithin als Lernfeld .

Ich sehe, dass es die Vielposter, die Gelegenheitsposter und die Wenigposter gibt. Die Vielposter handeln nach dem Motto „Aufgepasst! Jetzt komm ich. Alle mal her hören!“ Die Gelegenheitsposter sagen: „Also, das hier, ja, das, das ist wirklich wichtig! Hört Ihr? Wirklich wichtig! Ich weiß das.“ Und die Wenigposter sind auch nicht ohne Attitüde: sie verbringen mehr Zeit damit, zu überlegen, was genau jetzt wirklich eine Mitteilung wert ist als mit der Mitteilung selbst.

Dieses Beispiel ist ja keineswegs auf facebook beschränkt, sondern lässt sich überall dort beobachten, wo ich Kommunikation mit anderen oder für andere erlebe.Ich gehöre wohl zur ersten Gruppe. :-/     Wenn ich bei facebook aktiv bin, poste ich viel. Ich fotografiere zwar mein Essen nicht und ich stelle auch keine Partyfotos rein oder schreibe über mein Ausgehverhalten, teile nur selten Sinnsprüche und lasse auch nicht wissen, welche Musik ich jetzt gerade höre und welche ich eben gehört habe.

Aber im Posten oder Weiterleiten politischer Statements bin ich groß. Kaum eine Kampagne, die über meinen Bikdschirm läuft, die ich nicht weiterleite oder zu der ich nix schlaues zu sagen hätte. Kaum ein Bereich, zu dem ich nicht auch Dampf ablassen könnte (mich aber auch mal zensiere).

Und es kommt vor, dass ich mich bei manchen Vielpostern aus meinem facebook-Freundeskreis frage, warum die so viel teilen (müssen)…

Aha.

Und ich? Weiterlesen

Blinde Flecken, jeder Mensch hat sie – du, Sie, ich, jede und jeder.

Guten Tag in die Runde.

Das wird jetzt vielleicht etwas weh tun. Es wird um „blinde Flecken“ gehen. Blinde Flecken, jeder Mensch hat sie – du, Sie, ich, jede und jeder.

Vor gut einer Woche sah ich den Dokumentarfilm „Meine keine Familie“ von Paul-Julien Robert. Der Autor schildert anhand originaler Filmausschnitte und Interviews mit Betroffenen sowie der Auseinandersetzung mit seiner Mutter und seinen vermutlichen Vätern sein Leben in der Lebensgemeinschaft im österreichischen Friedrichshof , die der Aktionskünstler Otto Mühl aufgebaut hat und die von 1979 bis 1991 existierte.
Ich werde im Folgenden von ‚Sekte‘ sprechen, nicht etwa von Lebensgemeinschaft oder Kommune. Dies hat den folgenden Grund: aus eigener Kenntnis verschiedener Kommunen und Lebensgemeinschaften habe ich die Erfahrung gewonnen, dass dort die Würde, die Rechte und die Unverletzbarkeit jedes/jeder Einzelnen einen sehr hohen Stellenwert einnimmt, häufig sogar einen höheren als in üblichen gesellschaftlichen Strukturen. Im Dokumentarfilm über den Friedrichshof hingegen konnte ich einen Umgang mit Menschen beobachten, den ich mit ‚Sekte‘ assoziiere.

Auf mich wirkte der Film ebenso wichtig wie nur sehr schwer zu ertragen. Weiterlesen