Ratlosigkeit zulassen

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Ein kleiner Artikel in der taz heute bringt es auf den Punkt. Es ist die Zuspitzung dessen, was Ratlosigkeit angesichts einer bestimmten Situation bedeutet:Wie stehe ich zu militärischer Hilfe? Was kann ich antworten? Was muss ich antworten?
Ich gebe zu, dass ich an diesem Punkt ratlos bin in diesen Tagen. Ich habe keine klare Antwort darauf, was jetzt richtig ist. Mein Grundgefühl zu diesen Themen Irak, Israel, Palästina, Ukraine, EU, USA, Russland ist in dieser Zeit oft Ratlosigkeit, vermischt mit Traurigkeit. Und natürlich fühlt sich nicht gut an, diese Ratlosigkeit zuzulassen.

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Alle an Deck! Kein Eisberg in Sicht! – Kein Eisberg in Sicht? So so…

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Gerade in den letzten Monaten und gerade durch die Krise in der Ukraine taucht für mich wieder die Frage und das Erstaunen auf, wie schwarz und weiß die Welt doch anscheinend ist und wie massiv politische Konflikte das Zentrum des persönlichen Lebens besetzen können.

Ich stehe beiden Phänomenen etwas verwundert gegenüber.
Da scheint es für sehr viele Menschen auf beiden Seiten des Konflikts ganz klar zu sein, welche Seite im Recht ist, welche „gut“ und welche „böse“ ist.
Und das betrifft sowohl eher unpolitische Menschen als auch politisch, gesellschaftlich interessierte oder aktive Menschen. Bei den letztgenannten finde ich es besonders faszinierend, wie eindeutig da die Wahrnehmung und Lesart der Prozesse zu sein scheint. Und ebenfalls faszinierend (wenngleich das Faszinierende daran bei mir eher ein mulmiges Gefühl auslöst…) , mit welcher Begeisterung und welchem Sendungsbewusstsein diese die oben zuerst genannten „Unpolitischen“ überzeugen wollen, zu überzeugen verstehen, die jeweils andere Seite ins (wenigstens moralische) Unrecht setzen wollen, der „eigenen“ Seite Legitimation verpassen wollen.

Hm, auf mich wirkt beides befremdlich. Weiterlesen