Meins!

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Gestern vormittag gab es eine Atommeditation hier im Haus. Nein, keine Atommeditation, sondern eine Atemmeditation (dieser Fehler der Handschrifterkennung bleibt aber drin, weil er so schön ist :-).
Eine rhythmische Musik unterstützte dabei, schnell und heftig ein- und auszuatmen. Diejenige von uns im Haus, die als Körpertherapeutin in einer Reha-Klinik arbeitet, leitete die Meditation an und riet, etwas langsamer und tiefer zu atmen, als es die Musik eigentlich vorgäbe. Das kam mir entgegen, weil ich nicht so auf das hechelnde Atmen stehe.
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Recht schnell merke ich, dass ich
viel viel langsamer atme als die anderen. Viel viel langsamer.
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Der neben mir schnauft wie eine Lokomotive und auch die Teilnehmerin neben mir ist viel fixer als ich mit ihrem Atemzügen. Sie atmen beide wohl eher so, wie die Anleiterin sich das gedacht hatte in ihrer Einführung.
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Gedanken huschen mir durch den Kopf…
…und machen sich wieder davon…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Autsch, Schmerz im linken Arm… aber kein Zeichen von Nervosität…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Keine Gedanken, kein Schmerz, nur langsames Atmen…
…nicht wirklich im Rhythmus der Musik.
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Könnte ich was zu bloggen…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Kann man machen, muss man nicht…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ups… jetzt kommt erst dieser Teil? Dachte, der war gerade schon…
Okay, etwas neben der Übung…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Ein… Aus…
Im dritten Durchlauf schweife ich mehr ab, atme nicht mehr so tief…
Ein… Aus…
schöne Sonnenstrahlen da…
Ein… Aus…
Ist zu Ende?
Ja, das war nett und hat gut getan. Danke! :-)

So, und nun?
Verblüffend an dieser Meditation war, dass ich mich überhaupt nicht, überhaupt gar nicht damit gestresst habe, dass ich nicht alles „richtig“ gemacht habe, dass ich langsamer geatmet habe, dass ich zum Schluss nur liderlich bei der Sache war… sondern einfach „meins“ gemacht habe.
Ich bin zwar von spirituellem oder psychologischem Leistungsdruck in den letzten paar Jahren ein gutes Stück weit weg gekommen, aber ein solch entspanntes Erleben hab ich auch nicht alle Tage. :-)

Ja ja, vielleicht verpasse ich damit Fortschritte, die möglich gewesen wären bei dieser Atemmeditation… oder mehr Entspannung oder oder… mag sein, ist mir aber gerade ziemlich wurscht.
Muss ich bewusster werden? Hä?
Sollte ich nach Momenten der ‚Erleuchtung‘ streben? Ach, scheiß drauf…
Ist es wichtig, dass ich mich entwickele? Mag sein…

Nichts von Falsch. :-)

In diesem Sinn,
eine prima Woche wünscht
Ihr und Euer Jens Gantzel

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