Auszeiten irritieren, Auszeiten sind notwendig, Auszeiten kommen und gehen.

Guten Tag in die Runde.

Auszeiten irritieren,
Auszeiten sind notwendig,
Auszeiten kommen und gehen.

Auszeiten irritieren.
Den Leserinnen und Lesern meines Blogs wird aufgefallen sein, dass es satte 2 Monate keine neuen Artikel zu lesen gab. Nix Neues über Persönlichkeitsentwicklung.
Mit den nahezu 2 Monaten Auszeit werde ich vermutlich gegen jedes Konzept derzeit diskutierter Techniken des social web verstoßen haben. Es gehe um Präsenz, es gehe um Taktung und manche Strategien mehr, die sich in den Marketingempfehlungen für Blogger finden… Und interessierte Leserinnen und Leser haben sich gefragt (und im besten Fall mich gefragt), warum es denn keine neuen Inhalte mehr gebe.
Sie kennen das Phänomen vermutlich in deutlich dramatischerer Weise aus dem eigenen Leben.
Die Partnerin, der Partner wird plötzlich unkommunikativ. Mitarbeiter oder Chefinnen, die sonst mit kreativen Ideen noch und nöcher geglänzt haben, sind plötzlich auffallend zurückhaltend, eben noch hoch interessierte Kundinnen, Auftraggeber ziehen sich zurück.
Und die Alarmsignale leuchten und blinken und geben Laut.

Auszeiten sind notwendig.
Die Sehne des ständig gespannten Bogens wird schließlich reißen.
Das dauerhaft intensiv angespannte Pferd wird kein Hindernis erfolgreich überspringen und schließlich straucheln.
Und eine gesunde Wirkungsweise der Muskeln, des Körpers, des Verstandes und der Seele liegt darin, dass es ein Pendeln von bzw. einen Zyklus aus Spannung-Entspannung-Spannung-Entspannung gibt.
Weder körperliche, noch geistige noch emotionale bemerkenswerte Leistungen, die langfristig als gesund wahrgenommen und verarbeitet werden, entstehen in einem anderen Modus.

Auszeiten kommen und gehen.
In der Regel jedenfalls und sofern der Energiehaushalt und die nervliche Verfassung gesund und nicht in besonderer Weise gestresst, angegriffen, außer Balance sind.
Die Blüte wird sich schließen und wieder öffnen. Zupfen und Ziehen hilft nicht und ist auch gar nicht notwendig.
Auszeiten verabschieden sich – wenn sie ihren Zweck erfüllt haben und die o.g. Bedingungen gegeben sind – von allein. Es bedarf weitaus weniger Managen, weitaus weniger „Ich muss doch…“, „Wie soll das denn wieder…“, als ich gemeinhin annehme. „Es wird…“ kann ein gesünderer Satzanfang dazu sein.

So, wie ist es denn mit den Alarmsignalen?

Was für Alarmsignale kommen Ihnen in Bezug auf andere?
„Was ist denn mit dem los? Der ist doch sauer auf mich.“
„Die ist doch seit neulich wirklich komisch!“
„Was geht denn bei dem?“
„Was hat die denn? Depression? Schnauze voll?“
Sofort entwickeln sich Gespinste, Ahnungen, Vorstellungen, was denn los sei.
Unser Geist funktioniert halt so. Irritierendes wird befragt, eingeordnet, löst Spannungszustände aus. Das halte ich für ebenso normal wie undramatisch wie gesund.
Aber es sind auch erst einmal nicht mehr als das: Gespinste, Ahnungen, Vorstellungen.
Helfen Sie sich selbst, indem Sie sich das bewusst machen. Und es, sofern machbar, mit denjenigen abstimmen, die Sie irritieren.
In der „radikalen Therapie“ (http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4nner-radikale-Therapie) existiert die Methode einer „Gespinsterrunde“. Ich teile einer/einem Anderen mit, was ich gerade für Ahnungen, für Gespinste über sie oder ihn habe. Sie oder er gibt mir Antwort, ob das Gespinst stimmt oder nicht. Da löst sich manche Irritation bereits auf, manche andere bleibt bestehen. Jedoch bedarf es dafür etwas Vertrauen zueinander und etwas Mut – übt also by the way auch soziale Kompetenzen.
Und da schau her (!):
– Die Partnerin beschäftigt ein Thema, was gar nichts mit Ihnen zu tun hat und noch nicht einmal dramatisch ist, aber eine Menge innere Aufmerksamkeit braucht.
– Der Mitarbeiter hat seine Mutter in eine Altenpflegeeinrichtung gebracht und kämpft mit seiner Entscheidung.
– Der Kundin ist ein Projekt vor die Nase gesetzt worden, was aktuell eine höhere Priorität hat.
Hätten Sie’s gewusst?

Ich hatte in den vergangenen 8 Wochen viele Aufgaben, darunter auch welche, mit denen ich noch nicht vertraut war. Es gab viel zu tun. Und zum Teil waren es sehr anstrengende Aufgaben.
Zudem schätze ich meine Leistungskraft besser als früher ein.
Das Bloggen hatte nicht die höchste Priorität, obwohl das Risiko bestand, Leser, Leserinnen zu verlieren, obwohl das social web eine andere Regelmäßigkeit erwarten lässt, obwohl mein eigener Anspruch vor Monaten ein anderer war.

Nun bin ich wieder da.

Nix Neues… wirklich?

Euch und Ihnen ein schönes Herbstwochenende! :-)

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