Rückblende – Was war eigentlich genau vor einem Jahr?

Was war denn eigentlich vor einem Jahr? Genau vor einem Jahr?
Im eigenen Leben… in deinem Leben, in Ihrem Leben?

Also… Ich war im Krankenhaus. Im UKE, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. In einem 2-Bett-Zimmer, mit einem sehr freundlichen und unkomplizierten Zimmergenossen. Glücklicherweise. Nach einem dicken Nervenzusammenbruch, sozusagen als meiner finalen Phase eines über mehrere Jahre angezüchteten Burnouts, wäre ein nerviger Stresser das Letzte gewesen, was ich noch gebraucht hätte. War ich schließlich selbst schon, ein stressiges und gestresstes Nervenbündel.

Da saß ich nun – mutlos, kraftlos und visionslos, manchmal hoffnungslos.
lch war über genau 4 Dinge froh:
Dank sanfter Medikation zum ersten Mal seit Jahren wieder durchschlafen zu können…
Auf dem Krankenhausgelände umhergehen zu können, friedliche Ecken zu finden und meine Ruhe zu haben…
3x am Tag ein Essen vor die Nase zu bekommen…
und über nette, oft verständnisvolle Mitpatienten und Mitpatientinnen.

Was ist seitdem passiert?
Ach, viel – und viele positive Entwicklungen. Darum geht’s mir aber jetzt in diesem Blogbeitrag gar nicht.
Sondern:

Was hat mich von innen heraus trotz Krise gestützt? Was hatte eine andere Qualität als früher?
Das ist bemerkenswert: Dass diese Krise zwar schwer war und dennoch nicht so wie frühere Krisen. Dass ich spüren konnte, dass es ein etwas größeres Maß z.B. an innerer Stabilität gab als bei
früheren Krisen.

Warum betone ich das so?
Hm, weil ich die Neigung dazu, in einer aktuellen persönlichen Krise anzunehmen , dass sich nichts geändert hätte, der Umgang mit der Krise nicht besser geworden sei, mann/frau sich noch genauso unbedarft und deppert wie früher durchquält, weder für schlüssig noch für zielführend halte.
Ich geb Brief und Siegel drauf, dass sich immer etwas geändert hat, dass die eigenen Ressourcen sich erweitert haben und die eigene Lösungskompetenz sich erhöht hat. Vielleicht nur graduell, vielleicht nur auf einer ganz feinen Skala erkennbar und fühlbar – aber feststellbar bei scharfer Beobachtung und weichem tiefen bewussten Hineinspüren.

Wir stehen innerlich an einer anderen (an einer übersichtlicheren) Stelle als vor einem Jahr (selbst dann, wenn die äußeren Umstände schlechter aussehen). Das werde ich heute mit meiner Rückblende würdigen.

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Ein Gedanke zu “Rückblende – Was war eigentlich genau vor einem Jahr?

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